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Das "3. Deutsch-Chinesische Akademische Forum" fand 2015 in Shanghai statt


Prof. Bodo Hombach (2.v.l.), Präsident der Bonner Akademie, während der Begrüßungsrede


Konstruktiver Austausch zwischen den deutschen und den chinesischen Experten



Diskutiert wurde vor allem über für beide Länder wichtige Zukunftsthemen



Gruppenfoto mit chinesischen und deutschen Teilnehmern

 
Zum Thema "Wirtschaftsentwicklung, Rechtsstaat und Sozialer Wandel" diskutierten am 5. und 6. November 2015 in Shanghai über 30 deutsche und chinesische Experten aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Medien. Der Austausch fand im Rahmen des "Deutsch-Chinesischen Akademischen Forums" statt, welches die Bonner Akademie im dritten Jahr in Folge in Kooperation mit der Chinese Academy of Social Sciences (CASS) durchgeführt hat. Der deutschen Delegation gehörten neben dem Präsidenten der Bonner Akademie, Prof. Bodo Hombach, unter anderem die ehemaligen Ministerpräsidenten und Bundesminister Prof. Dr. Jürgen Rüttgers und Rudolf Scharping, renommierte Wissenschaftler aus unterschiedlichen Fachbereichen und profilierte Chinakenner aus den Partnerinstitutionen der BAPP an.

In seiner Begrüßungsrede unterstrich Prof. Hombach, dass ein direkter Austausch die Grundvoraussetzung für das Verständnis der gegenseitigen Unterschiede und Gegensätze sei. Ohne Dialog wüsste kaum ein Deutscher, wie die Chinesen denken sowie handeln – und umgekehrt. Das Forum solle hier als Dialogplattform ansetzen und den Zugang zueinander stärken, indem Vertreter beider Länder sich über aktuelle politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Fragen austauschen und sich dabei besser verstehen lernen, so Hombach.

Im Fokus der einzelnen Panels standen für beide Länder wichtige Zukunftsthemen. So wurde unter dem Schlagwort "Industrie 4.0" die durch die Digitalisierung entstandenen Anforderungen an die Wandlungsfähigkeit von Unternehmen, Konsumenten und dem Wirtschaftssystem im Ganzen sowie die wachsende Bedeutung des Onlinehandels und des globalen Internetfinanzsystems diskutiert. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erörterten im konstruktiven Austausch ferner auch kontroverse Themen wie die Funktion und die Rolle des Rechtsstaates in einem funktionierenden Gesellschafts- und Wirtschaftssystem, die Berücksichtigung der nachhaltigen Entwicklung innerhalb der wirtschaftlichen Dynamik und die Vereinbarkeit ökologischer Verantwortung und ökonomischer Prosperität. Dabei wurde deutlich, dass die Herausforderungen, vor denen Deutschland und China stehen, sich in vielerlei Hinsicht ähneln, die Partner in einigen Bereichen aber durchaus unterschiedliche Lösungsansätze verfolgen.

Abgerundet wurde das Forum durch ein kulturelles Rahmenprogramm für die Delegation aus Deutschland, bei dem sowohl der wissenschaftliche als auch der persönliche Austausch zwischen den deutschen und den chinesischen Teilnehmern im direkten Gespräch und abseits des Tagungsprogramms fortgeführt sowie intensiviert werden konnte. Zum Abschluss der Veranstaltung wurde zwischen den Kooperationspartnern vereinbart, die erfolgreiche Zusammenarbeit auch im kommenden Jahr im Rahmen eines "4. Deutsch-Chinesischen Akademischen Forums" in Berlin fortzusetzen.

Videobeitrag von unserem Kooperationspartner: STV/SSCP