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Bodo Hombach, Präsident der Bonner Akademie

Dr. Hubertus Hille, Hauptgeschäftsführer der IHK Bonn/Rhein-Sieg


Dr. Ing. e.h. Hartmut Mehdorn, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Christian Ahrendt, Vizepräsident des Bundesrechnungshofs

Prof. Dr. Michael Junker, Managing Director der Accenture Deutschland GmbH

Lutz Lienenkämper MdL, Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion NRW, Staatsminister a.D.
Die Bonner Akademie begrüßte am 10. September 2014 rund 180 interessierte Zuhörer im Bonner Universitätsforum zu einer Diskussionsrunde, die in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg durchgeführt wurde. „Planlos, endlos, sinnlos? Großprojekte in der Akzeptanzkrise“ lautete das Thema des Abends. Hauptredner der Veranstaltung war Hartmut Mehdorn, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH.


Bei der Begrüßung durch den Präsidenten der Bonner Akademie, Bodo Hombach, nahm dieser in Sachen Großprojekte die Politik in die Pflicht, weitsichtig zu planen. Im Anschluss stellte Dr. Hubertus Hille, Hauptgeschäftsführer der IHK Bonn/Rhein-Sieg in seiner Begrüßungsrede regionale Beispiele für große Bauvorhaben in den Mittelpunkt.


„Ja, wir Deutschen können Großprojekte.“ Mit diesem Statement begann Hartmut Mehdorn seinen Vortrag. Im Verlauf seiner Rede unterstrich er vielmals die Bedeutsamkeit ausführlicher Planung von großen Bauprojekten, aber auch deren Komplexität. Eines der Hauptprobleme von Großprojekten sei, dass sich die jeweiligen Bauphasen über mehrere Jahre hinweg ziehen würden, was eine laufende Anpassung an die neuen Anforderungen und gesetzlichen Bestimmungen erfordere, so Mehdorn. Weitere mögliche Gründe für die häufigen Diskussionen im Zusammenhang mit Großprojekten sieht er in einer unzureichenden Kommunikation, bei der Bauprojekte von Anfang an nicht transparent genug vermittelt würden.


Im Anschluss diskutierte er das Thema zusammen mit Christian Ahrendt, dem Vizepräsidenten des Bundesrechnungshofs, Prof. Dr. Michael Junker, dem Managing Director der Accenture Deutschland GmbH, und Lutz Lienenkämper, dem parlamentarischen Geschäftsführer der CDU im nordrhein-westfälischen Landtag. Moderiert wurde diese Podiumsdiskussion von Wolfgang Reuter vom Handelsblatt. Lienenkämper betonte, dass sich die „Politik nicht aus Großvorhaben verabschieden darf“. Christian Ahrendt verwies auf das Problem, dass oftmals zu optimistische Zahlen angegeben würden, um sich politische Mehrheiten und Akzeptanz für große Bauprojekte zu verschaffen. Gegen Ende der Diskussion kritisierte Prof. Junker, dass die Ziele der Projekte während der Durchführung zu oft geändert würden. Darüber hinaus fehle es vielen Managern an Erfahrung. Mehdorn unterstrich zum Schluss ein letztes Mal, wie wichtig aus diesem Grund eine ausführliche und transparente Planung für den Erfolg eines Bauprojektes sei. Einig waren sich die Diskutanten darin, Großprojekte, die für die Allgemeinheit sinnvoll seien, auch weiterhin mutig anzugehen.


Bericht des Bonner General-Anzeigers über die Veranstaltung
Interview des General-Anzeigers mit Hartmut Mehdorn im Vorfeld der Veranstaltung



Diese Veranstaltung fand in Kooperation mit der IHK Bonn/Rhein-Sieg statt.