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Walter Russell Mead
Am 8.Oktober 2013 sprach Walter Russell Mead, einer der führenden Kenner der amerikanischen Außenpolitik und des transatlantischen Verhältnisses sowie einer der herausragenden öffentlichen Intellektuellen in den USA, zum Thema "U.S. Foreign Policy and the Future of Transatlantic Relationship". Dabei gab er eine kritische Einschätzung zu den außen- und sicherheitspolitischen Prioritäten der Obama-Administration. So liege der wesentliche geografische Schwerpunkt der US-amerikanischen Außenpolitik in den kommenden Jahren in den Ländern des Nahen und Mittleren Ostens.

Mit Blick auf die momentane innenpolitische Situation und der drohenden Zahlungsunfähigkeit der USA unterstrich Mead zwar den Ernst der Lage, warnte gleichzeitig jedoch vor einer kollektiven Hysterie. Im vergangenen Jahrhundert gab es regelmäßig ähnliche Phasen, in denen die politischen Gräben zwischen Republikanern und Demokraten unüberwindbar schienen, am Ende aber immer ein gemeinsamer Konsens gefunden werden konnte. Allerdings seien unter den aktuellen Voraussetzungen die abschließenden Verhandlungen über eine transatlantische Freihandelszone in weite Ferne gerückt, so der amerikanische Wissenschaftler.

Die Diskussionsrunde fand im Rahmen der neuen Gesprächsreihe "Across the Atlantic: Aktuelle Themen im transatlantischen Verhältnis", die von der Bonner Akademie in Kooperation mit dem US-Generalkonsulat Düsseldorf organisiert wird, statt. Die Gespräche, die zweimal im Jahr in einem ausgewählten Kreis stattfinden, bieten Gelegenheit zu einem Meinungsaustausch über aktuelle transatlantische Themen mit ausgewiesenen Experten.