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Dr. Liu Youfa vom China Insitute for International Studies (CIIS) empfängt den Präsidenten der Bonner Akademie Bodo Hombach
Auf Einladung der Chinese Academy of Social Sciences in Peking reisten der Präsident der Bonner Akademie, Bodo Hombach, und der Geschäftsführer, Dr. Boris Berger, vom 13. bis 16. Mai nach China.

Auf dem Programm standen Besuche bei hochrangigen chinesischen Wissenschaftseinrichtungen und Verbänden.Zudem nahm Bodo Hombach an der Konferenz "Chinese German Young Professional Campus" der Stiftung Mercator teil und hielt eine Rede zum Thema "The Future of Germany's Ruhr Area". Die Ergebnisse der akademischen Reise bestehen in engen Kooperationszusagen. Unter anderem soll ein deutsch-chinesisches Forum gegründet werden.
Das bevölkerungsreichste Land der Erde, eines der weltpolitischen Machtzentren und seit 2009 neuer Exportweltmeister – Die Volksrepublik China befindet sich seit Ende des 20. Jahrhunderts in einem steten Aufwärtstrend. Auch in der Wissenschaft drängt das asiatische Vorreiterland immer weiter an die Weltspitze. Laut des Wissenschaftsberichts 2010 der UNESCO nimmt China in der globalen Forschung aktuell den zweiten Rang hinter den USA und vor Großbritannien und Deutschland ein. Gleichzeitig sind wesentliche Unterschiede im Vergleich der politischen Systeme der westlichen Staaten und Chinas offenkundig und führen zu verschiedenen Problemlagen und Lösungsansätzen.

Chinesische Akademie lädt Bodo Hombach und Dr. Boris Berger nach Peking ein

Umso mehr freuten sich der Präsident der Bonner Akademie, Bodo Hombach, und ihr Geschäftsführer, Dr. Boris Berger, über die Einladung der Chinese Academy of Social Sciences nach Peking. Vom 13. bis 16. Mai 2012 unternahmen sie eine akademische Reise nach China und besuchten verschiedene chinesische Wissenschaftseinrichtungen und Verbände.

Das primäre Ziel des Aufenthalts bestand darin, den deutsch-chinesischen Dialog über Fragen aus Politik, Medien und Wirtschaft zu fördern und Themen für gemeinsame Kooperationen zu identifizieren. „Der praktische Ansatz der Bonner Akademie, eine Brücke zwischen Theorie und Praxis in Politik, Wirtschaft und Medien zu bauen, ist in China auf große Aufmerksamkeit gestoßen“, fasste Bodo Hombach seine Eindrücke der Auslandsreise zusammen.

 
Michael Schwinkowski, Dr. Boris Berger, Bodo Hombach (von rechts) zu Gast bei der Chinese People's Association for Friendship with Foreign Countries (CPAFFC)
Ergebnis der Forschungsreise: Gründung eines deutsch-chinesischen Forums

Die Ergebnisse der Forschungsreise bestehen in engen Kooperationszusagen, die in den nächsten Wochen vertraglich fixiert werden. Geplant ist die Gründung eines deutsch-chinesischen Forums, in dem deutsche und chinesische Experten aus Wirtschaft, Politik, Medien und Wissenschaft über aktuelle politische Herausforderungen, Interessen und Chancen diskutieren und sich dabei besser verstehen lernen können.

Konkret möchte die Bonner Akademie mit dem deutsch-chinesischen Forum einen regelmäßig stattfindenden interkulturellen Gesprächskreis einführen, an dem Vertreter ihrer Kooperationspartner und Vertreter chinesischer Wissenschaftsinstitutionen und Unternehmen sich über globale und nationale politisch-gesellschaftliche Fragestellungen austauschen können. Der chinesische Vize-Minister für Information, Zhang Laiwu, begrüßte die Kooperation mit der Bonner Akademie: „Wir sind auf das neuartige Konzept der Bonner Akademie aufmerksam geworden und wünschen uns einen regen Austausch und eine enge Zusammenarbeit.“

Bodo Hombach: "China ist sehr an Entwicklungen in Deutschland interessiert."

Das hochkarätige Programm der Auslandreise, so Hombach, sei in erster Linie auf das Interesse chinesischer Regierungs- und Wirtschaftsinstitutionen an der Bonner Akademie und insgesamt an Deutschland und den Entwicklungen in Europa zurückzuführen. So hatten Bodo Hombach und Dr. Boris Berger die Möglichkeit mit vielen verschiedenen und bedeutenden Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ins Gespräch zu kommen. Auffallend war für Bodo Hombach die Freude am Erfahrungsaustausch zu vielfältigen Themen aus Politik, Medien und Wirtschaft. Er bemerkte dazu: „Trotz unterschiedlicher politischer Ausgangspunkte haben unsere Gesprächspartner sich sehr aufgeschlossen hinsichtlich der deutschen Erfahrungen gezeigt und suchen den offenen Dialog".

 
Dr. Boris Berger im Gespräch mit Wang Libin von der HYSD-Group in Peking
Treffen mit der HYSD-Group: Beratungstelle für Europainvestition und Auslandskommunikation

Zu Beginn der akademischen Reise stand ein Treffen mit der HYSD- Group auf dem Programm. Die HYSD-Group ist eine nicht-staatliche chinesische Einrichtung mit Hauptsitz in Peking, die für die Bereiche Europainvestition und Auslandskommunikation zuständig ist und eng mit der chinesischen Regierung zusammenarbeitet.
 
Sie hilft hauptsächlich dem chinesischen Mittelstand bei der Suche nach Investitionsmöglichkeiten in Europa, insbesondere in Deutschland. Der Aufsichtsrat der HYSD-Group ist in die Gremien internationaler Wirtschaftskooperation eingebunden und wirkt zusätzlich als Träger einer neu ausgerufenen Medieninitiative. Im Rahmen dieser Initiative legt die HYSD – zum ersten Mal in der Geschichte Chinas – ein regelmäßiges Fernsehprogramm für Europa und aus Europa auf und möchte damit den binationalen Austausch beleben.
Anschließend trafen sich Bodo Hombach und Dr. Boris Berger mit Vertretern des State Development and Investment Corp (SDIC), das größte staatseigene Investment-Holding Unternehmen Chinas. Das SDIC investiert vor allem in die Industrie sowie in den Finanzdienstleistungssektor. Im Jahr 2008 erreichte das Unternehmen einen Gesamtgewinn von 730 Millionen US-Dollar. Das Volumen des Im- und Exports belief sich im gleichen Jahr auf 1,2 Milliarden US-Dollar. Damit spielt das SDIC eine zunehmend wichtige Rolle in der Entwicklung der chinesischen Wirtschaft und der Umstrukturierung des staatlichen Sektors der Wirtschaft Chinas.


 
Michael Schwinkowski (dritter von rechts), Bodo Hombach und Dr. Boris Berger (Dritter und Zweiter von rechts) zu Gast beim State Development and Investment Corp (SDIC)
Gespräche mit verschiedenen Think Tanks im Bereich Außenpolitik und internationale Beziehungen

Des Weiteren fand ein Treffen mit der Chinese People’s Association for Friendship with Foreign Countries (CPAFFC) statt. Die CPAFFC ist eine der drei größten Organisationen Chinas im Bereich Außenpolitik und internationale Beziehungen. Sie setzt sich für eine bessere Verständigung zwischen China und der Weltgemeinschaft ein und schließt Freundschaftsverträge mit anderen Nationen und internationalen Organisationen.
Danach folgten Bodo Hombach und Dr. Boris Berger der Einladung der Chinese Academy of Social Science (CASS), der höchsten Wissenschaftseinrichtung für Sozialwissenschaften und einem der anerkanntesten Think Tanks in China. Die CASS ist eine staatliche Institution und wird von Chen Kuiyan geleitet, der gleichzeitig Ministerrang hat. Die fünf primären Forschungsbereiche der CASS umfassen Philosophie, Wirtschaft, Recht, Internationale Beziehungen und die marxistische Lehre.


 
Bodo Hombach im Gespäch mit Dr. Feng Zhonping vom China Insitute of Contemporaty International Relations (CICIR)
Im Anschluss stand ein Besuch beim China Institute of Contemporary International Relations (CICIR) auf dem Programm, einem der ältesten chinesischen Forschungsinstitute für internationale Beziehungen in Peking.

Das CICIR umfasst aktuell elf verschiedene Institute, in denen insgesamt 380 Wissenschaftler und Angestellte tätig sind.
Der letzte Termin sah ein Treffen mit dem China Institute for International Studies (CIIS) vor, einem der wichtigsten Think Tanks für Außenpolitik in der Volksrepublik China. Das CIIS ist dem Außenministerium angegliedert und beschäftigt sich mit einer breiten Auswahl an außenpolitischen und wirtschaftlichen Themen. Darüber hinaus organisiert das CIIS in Zusammenarbeit mit anderen internationalen Wissenschaftsinstituten verschiedene, auch internationale Konferenzen und Seminare.

Dr. Boris Berger: "Erfahrungen der China-Reise werden nun in die Arbeit der Bonner Akademie einfließen"

Einen weiteren Höhepunkt der akademischen Reise bildete die Conference Chinese German Young Professional der Stiftung Mercator in Peking. Hier hielt Bodo Hombach einen Vortrag über den Wandel des Ruhrgebiets und untermauerte wiederholt, dass „Qualifikation, Innovation, Kooperation und Motivation“ die Wegweiser für eine erfolgreiche Zukunft des Ruhrgebiets seien. Darüber hinaus bot die Konferenz die Möglichkeit zum Austausch zwischen deutschen und chinesischen Jungwissenschaftlern. „Die interessanten Eindrücke und Erfahrungen der China-Reise werden nun in die weitere Arbeit der Bonner Akademie einfließen“, unterstrich Dr. Boris Berger am Ende des akademischen Aufenthalts. So sollen weitere Gespräche im September und das erste Treffen schon in der zweiten Jahreshälfte stattfinden.


Bildergalerie zur Forschungsreise nach China