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Dr. Klaus Engel, Vorstandsvorsitzender der Evonik Industries AG
"Die Bonner Akademie für Forschung und Lehre praktischer Politik hat der Wissenschaft etwas zu bieten, was überzeugender ist als jede Theorie: die praktische Erfahrung"

mit diesen Worten eröffnete Dr. Klaus Engel, Vorstandsvorsitzender der Evonik Industries AG und Kuratoriumsvorsitzender der Bonner Akademie, das Sommerfest in der Heussallee. Das neue An-Institut der Universität Bonn präsentierte sich am 30. Mai in sommerlicher Atmosphäre über 200 hochkarätigen Gästen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Politik – darunter als Ehrengast: der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel.

Die Bonner Akademie biete den optimalen Raum, um die Bande zwischen Praktikern und der akademischen Welt zu verstärken und hier einen neuartigen Weg einzuschlagen, zeigte sich Dr. Klaus Engel überzeugt. "Brücken zu schlagen" als Aufgabe der Akademie, wie Dr. Engel betonte – ganz in diesem Sinne des integrativen, praxisnahen Ansatzes gab das 1. Sommerfest der Bonner Akademie Gelegenheit, anerkannte Wissenschaftler mit DAX-Vorständen und prominenten Vertretern aus Politik und Medien zusammenzubringen. Bis spät in den Abend diskutierten sie aktuelle Fragen und Lösungsansätze und lernten Forschungsprojekte und künftige Vorhaben der Bonner Akademie kennen – so etwa die Kooperationsplanung mit wichtigen chinesischen Wissenschaftsinstitutionen, die der Präsident der Bonner Akademie, Bodo Hombach, kürzlich bei seiner Reise nach China verabredet hatte.

 
Sigmar Gabriel
Sigmar Gabriel: Ratschläge für die praktische Politik
Sigmar Gabriel wünschte sich in seinem Grußwort von der Bonner Akademie vor allem eines: "Ratschläge für die praktische Politik – denn für die Theorie gibt es schon genug". Heute stehe die praktische Politik in erster Linie vor der Frage der Energiewende bzw. des Atomausstiegs, konkretisierte er. Hierfür braucht man Gabriel zufolge ein völlig neues Marktdesign. Genau deshalb mache ein Institut wie die Bonner Akademie Sinn: "Denn hier kann überlegt werden, wie man solche Prozesse steuern kann".


 
Michael Vassiliadis
Michael Vassiliadis: Fortschritt und Innovation
"Fortschritt ist das wichtigste Stichwort für die heutige Gesellschaft", unterstrich der Vorsitzende der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie Michael Vassiliadis in seiner anschließenden Rede. Eine sichere Zukunft erfordere, dass der Fokus noch weiter auf Innovation gerichtet werde. Hier nimmt Vassiliadis zufolge die Bonner Akademie mit ihrem neuartigen, praxisbezogenen Ansatz eine bedeutende Rolle ein, denn sie könne dazu beitragen, das Verantwortungsbewusstsein unter Gesellschafts- und Wirtschaftsakteuren weiter zu stärken.



 
Michael Vassiliadis, Sigmar Gabriel, Bodo Hombach und Rolf Baron von Hohenau
Bodo Hombach: frühzeitig Fehler erkennen
Der Präsident der Bonner Akademie Bodo Hombach wies schließlich auf drei zentrale Aufgaben der Bonner Akademie hin: die Erforschung der "Handlinien" der Gesellschaft, die Lehre mit "hohem Gebrauchswert für künftige und verantwortliche Entscheidungsträger" sowie die Kommunikation "mit allen Gruppen, Individuen, Institutionen und Bewegungen". Das Experiment der Bonner Akademie ist demnach erst gelungen, wenn diese drei Ziele erreicht sind. Zudem sei für ihn eine Erkenntnis grundlegend für die Arbeit der Bonner Akademie, so Hombach: "Es gibt Fehler, die man nicht mehr machen darf, weil wir sie uns nicht mehr leisten können". Diese Fehler frühzeitig zu erkennen -  das sehe er als elementare Aufgabe der Akademie, schloss Hombach.

Bildergalerie zum Sommerfest der BAPP 2012