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Expertenworkshop zum Thema "Verkehrswelt der Zukunft: Der Bundesverkehrswegeplan 2030"




Dr. Oliver Neuhoff (M.), Projektmanager Mobilität & Verkehr der Wirtschaftsförderung metropoleruhr GmbH, während seines Vortrags




Stellte die regionale Perspektive auf den Bundesverkehrswegeplan in den Fokus seiner Ausführungen: Prof. Dr. Stephan Wimmers, Geschäftsführer der IHK Bonn/Rhein-Sieg für Industrie, Handel und Raumplanung




Der Workshop wurde in Kooperation mit der IHK Bonn/Rhein-Sieg ausgerichtet und bildete den Auftakt zur Veranstaltungsreihe "Infrastruktur für das 21. Jahrhundert"


 
Am 21. März 2017 durfte die Bonner Akademie in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg eine Reihe von Experten zu einem Workshop mit dem Titel "Verkehrswelt der Zukunft: Der Bundesverkehrswegeplan 2030" begrüßen. Dieser stellte den Auftakt zu einer gemeinsamen Veranstaltungsreihe dar, die sich dem Zukunftsthema "Infrastruktur für das 21. Jahrhundert" widmen wird. Dazu diskutierten die versammelten Experten über die Pläne der Bundesregierung, die Verkehrsinfrastruktur an die Anforderungen der Zukunft anzupassen und neue Herausforderungen der Mobilität zu bewältigen.
 
Nach der Begrüßung durch Dr. Karsten Jung, Geschäftsführer der Bonner Akademie, und Prof. Dr. Stephan Wimmers, Geschäftsführer der IHK Bonn/Rhein-Sieg für Industrie, Handel und Raumplanung, berichtete zunächst Dr. Roman Suthold, Leiter der Abteilung Verkehr und Umwelt des ADAC Nordrhein e.V. über die Zukunft der Verkehrsinfrastruktur in Nordrhein-Westfalen. Er konstatierte, der Bundesverkehrswegeplan 2030 sei in erster Linie eine Wunschliste und die Schwierigkeiten bei seiner Umsetzung seien nicht finanzieller Natur, sondern der nicht ausreichenden Konkretisierung der Planungen geschuldet. Auch wenn der BVP 2030 an sich positiv zu bewerten sei, würden doch vor allem lediglich kosmetische Ausbesserungen am Verkehrsnetz vorgenommen, anstatt strukturelle und substanzielle Verbesserungen voranzubringen.
 
In der anschließenden Diskussionsrunde unterstrich die Vizepräsidentin der IHK Bonn/Rhein-Sieg und Geschäftsführerin der Viktor Baumann GmbH, Sabine Baumann-Duvenbeck, dass die Rheinbrücken in Nordrein-Westfalen eine wichtige Verbindung zwischen West- und Osteuropa darstellten und ihre Instandhaltung gesichert werden müsse. Zudem verwies sie darauf, Vorwürfe gegen den Güterverkehr als Auslöser für Verkehrs- und infrastrukturelle Schwierigkeiten würden die Transportindustrie zum Sündenbock für Mängel des Verkehrsnetzes machen. Das Verkehrsaufkommen steige generell stetig und dies müsse bei der Konzeption des BVP 2030 berücksichtigt werden. Besonders kritisierte sie, dass alle Diskussionen im Bereich Mobilität und Verkehr immer wieder nur mit Fokus auf den Individualverkehr geführt würden, während der wichtige Güter- und Warenverkehr sowie der Maschinentransport aus der Debatte ausgeklammert würden. Mit Blick auf die Brücken ergänzte Dr. Suthold, es existiere bereits ein spezieller Brückenplan, aber das Problem bei den Brücken liege nicht in Bundes- oder Landesverantwortung. Vielmehr seien die Kommunen finanziell nicht gut genug aufgestellt, um die von ihnen verwalteten Brücken zu sanieren und wären daher oftmals zur Schließung dieser gezwungen.
 
In seinem darauffolgenden Vortrag zeigte Prof. Wimmers die regionale Perspektive auf den Bundesverkehrswegeplan auf. Er sprach sich im Zuge dessen auch für die geplante Bonner Südtangente aus, die mehr Nutzen als Kosten bringen werde und als Beispiel dafür gelten könne, dass der BVP 2030 die Kommunen entlaste. Infrastrukturelle Bedürfnisse auf lokaler, regionaler, Landes- und Bundesebene seien darin enthalten und der Plan würde die Verkehrssituation wieder verbessern.
 
Im letzten Vortrag des Workshops präsentierte Dr. Oliver Neuhoff, Projektmanager Mobilität & Verkehr der Wirtschaftsförderung metropoleruhr GmbH, am Beispiel der Metropolregion Ruhrgebiet die Zukunft der Mobilität in Ballungsräumen. Er sprach sich dafür aus, eine Auswahl verschiedener Transportwege für Menschen und Güter einzurichten, die den Verbrauchern, sowohl im Privatleben als auch für industrielle Zwecke, Alternativen zur Auswahl stellen.