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Prof. Bodo Hombach zeigte sich erfreut über den Sieg gegen die Extremisten in Frankreich.



Jean-Claude Juncker erläuterte drängende Herausforderungen des europäischen Integrationsprojekts.



Gabor Steingart (l.), Herausgeber des Handelsblatt, im Gespräch mit dem EU-Kommissionspräsidenten.



Brexit, das Verhältnis zu Russland oder die jüngsten Wahlen in Frankreich standen im Fokus des Gesprächs zwischen Juncker (r.) und Steingart (l.).



Der Besuch Junckers sorgte für großes Interesse beim Bonner Publikum.


Gelöste Stimmung trotz ernster Themen - Jean-Claude Juncker und Gabor Steingart auf dem Podium.


Fotos: Volker Lannert

Am 8. Mai 2017 durfte die Bonner Akademie Jean-Claude Juncker zu einer Diskussionsveranstaltung in Bonn begrüßen. Der Präsident der Europäischen Kommission referierte zum Thema „Europas Ende – Europas Anfang? Die EU zwischen Krise und Aufbruch?“ und diskutierte im Anschluss aktuelle Herausforderungen und Perspektiven des Integrationsprojekts mit dem Herausgeber des Handelsblattes, Gabor Steingart.
 
Einen Tag, nachdem die Franzosen mit der Wahl Emmanuel Macrons zum 8. Präsidenten der Republik ein klares Zeichen gegen nationalistische und anti-europäische Kräfte gesetzt hatten, zeigte sich der Präsident der Bonner Akademie, Prof. Bodo Hombach, in seiner Einführung erfreut und erleichtert darüber, dass der europäische Bürgersinn trotz zahlreicher Krisen und Angriffe einen klaren Sieg gegen die Extremisten davon getragen habe.
 
In seiner Rede betonte Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker das wachsende Ansehen, welches die EU gerade auch seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald J. Trump weltweit verzeichnen könne. Das Machtvakuum, das die USA entstehen ließen, müsse durch Europa gefüllt werden und auch Deutschland werde hierbei eine wichtige Rolle zukommen. Mit Blick auf die Europäische Union stellte Juncker fest: „Nicht alles, was in der EU passiert, ist gut, und nicht alles ist schlecht.“ Die EU habe jedoch ein Image-Problem, zu dem auch beitrage, dass die Staats- und Regierungschefs in Brüssel Entscheidungen träfen, die sie im eigenen Land nicht verträten, sondern als Entscheidung der Kommission darstellen würden. Forderungen nach ‚mehr Europa‘ stellte der Kommissionspräsident seine Überzeugung entgegen, dass nicht ‚mehr‘, sondern ein besseres Europa mit weniger Bürokratie und mehr Transparenz das Ziel sein müsse. Dies sei auch den Bürgern zu vermitteln. Schließlich mahnte der Kommissionspräsident, dass die Kräfte, die der EU von vielen Seiten schaden wollten, zwar in Frankreich gerade zurückgeschlagen worden, aber noch nicht gebannt seien.
 
Nach seiner Rede diskutierte Jean-Claude Juncker mit dem Herausgeber des Handelsblattes, Gabor Steingart. Auf die Frage nach seiner Einschätzung zu der zukünftigen Politik Frankreichs äußerte der Kommissionspräsident die Hoffnung, dass Emmanuel Macron seine Versprechen aus dem Wahlkampf halte. Diese böte auch eine Chance für Europa, der Welt ein Angebot zur Zusammenarbeit zu machen und die globale Zukunft aktiv mitzugestalten. Mit Blick auf den Umgang mit Russland stellte Juncker fest, dass man einerseits die Besetzung der Ostukraine nicht hinnehmen dürfe, andererseits aber viele Aufgaben nur zusammen mit Russland zu meistern seien. Abschließend konstatierte Juncker, dass alle EU-Staaten erstmals wieder ein Wirtschaftswachstum verzeichnen könnten, was Anlass zu der Hoffnung gebe, dass man wieder auf einem guten Weg sei.


Einen Mitschnitt der Veranstaltung finden Sie auf der Seite der Europäischen Kommission:

Begrüßung von Prof. Bodo Hombach


Rede von Jean-Claude Juncker


Jean-Claude Juncker im Gespräch mit Gabor Steingart



Die Berichterstattung zur Veranstaltung zum Nachlesen:

FAZ online "May ist eine toughe Lady" vom 8. Mai 2017


General Anzeiger "Juncker sieht Gefahr durch Populismus noch nicht gebannt" vom 9. Mai 2017


Handelsblatt "Juncker nennt Indiskretion schweren Fehler" vom 9. Mai 2017


Handelsblatt "Morning Briefing" vom 9. Mai 2017


Welt online "Mit diesem Witz foppt Juncker den russischen Präsidenten" vom 9. Mai 2017


The Times "No 10 dinner leak was a mistake, says Juncker" vom 10. Mai 2017