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Die Bonner Akademie für Forschung und Lehre praktischer Politik (BAPP) ist eine neuartige Lehr- und Forschungseinrichtung in Deutschland, die aktuelle Themen und Fragestellungen im Spannungsverhältnis von Wirtschaft, Medien und Politik analysiert, diskutiert und Lösungsansätze anbietet.

Neuigkeiten


Diskussionsveranstaltung zum Thema "Wer ist wir? Einwanderung und die Angst vor dem Identitätsverlust" mit der Staatsministerin und Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration Aydan Özoğuz.
Mit Reichsbürgern, PEGIDA und AfD hat sich in Deutschland eine neue Vielfalt rechtspopulistischer Bewegungen etabliert, die sich nicht erst seit den jüngsten Migrationsbewegungen wachsender Beliebtheit erfreut. Nicht nur in sozial schwachen oder bildungsfernen Schichten, sondern bis in die Mitte der Gesellschaft hinein finden sie wachsende Zustimmung für ihre oftmals fremdenfeindliche Rhetorik. Diese zielt auf eine verbreitete – aber diffuse – Angst vor den Globalisierungsfolgen sowie ein Gefühl von ‚Überfremdung’ und drohendem ‚Identitätsverlust’. In der öffentlichen Debatte wird dafür zumeist die steigende Zahl von Muslimen, die in unserem Land leben, als Erklärung herangezogen. Vielen Menschen im Einwanderungsland Deutschland fällt die Antwort auf die Frage: „Wer ist wir?“ zunehmend schwer – und immer öfter fällt sie uneinheitlich aus. Die Frage, wer ‚dazugehört’ und wer nicht droht zunehmend zu einem spaltenden Element in unserem Land zu werden.

Diese und andere Fragen diskutiert die Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration Aydan Özoğuz gemeinsam mit Dr. Jasper von Altenbockum, verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), Farhad Dilmaghani, Gründer und Vorsitzender der Initiative „DeutschPlus – Initiative für eine plurale Republik“, und Jagoda Marinić, Schriftstellerin („Made in Germany. Was ist deutsch in Deutschland?“), Theaterautorin und Journalistin, am 5. Oktober 2017 in der Bonner Akademie.

Datum: 5. Oktober 2017, 18:00-19:30 Uhr
Ort: Bonner Universitätsforum,
Heussallee 18-24, 53113 Bonn
+++Zur Anmeldung   +++
Publikation zum Forschungsprojekt: "Integration vor Ort - Praxiserfahrungen aus dem Ruhrgebiet"



 
Das Ruhrgebiet - Ballungsraum und Heimat für mehr als fünf Millionen Menschen - hat sich in den vergangenen Jahrzehnten einen Ruf als 'Schmelztiegel der Kulturen' erarbeitet. Spätestens mit der Gastarbeitereinwanderung ab den 1960er Jahren entwickelte sich das Revier zu einer der vielfältigsten Regionen Deutschlands. Erst mit erheblicher Verspätung erkannten die politisch Verantwortlichen jedoch, dass die Migranten im Ruhrgebiet nicht nur nach Arbeit suchten, sondern auch eine neue Heimat fanden. Entsprechende Integrationsangebote entwickelten sich daher erst mit deutlicher Verzögerung. Gut 60 Jahre später ist eine Vielzahl von Initiativen, Projekten und Maßnahmen damit befasst, die Versäumnisse von einst wettzumachen und für die Zukunft zu vermeiden. Heute spiegelt sich die Vielfalt der Menschen im Ruhrgebiet in einer gleichsam vielfältigen Integrationslandschaft, deren Breite, Vielfalt und Qualität auch im Vergleich beeindruckt.
 
Das Forschungsprojekt "Wieviel Islam gehört zu Deutschland? Integrationserfahrungen junger und alter Menschen in einer säkular geprägten Gesellschaft am Beispiel des Ruhrgebiets", das die BAPP in Kooperation mit der Essener Brost-Stiftung und unter Schirmherrschaft von Bundespräsident a.D. Christian Wulff seit 2015 durchführt, beschäftigt sich eingehend mit diesem Integrationsangebot im Ruhrgebiet: Wie ist dieses aufgestellt? Wo liegen seine Stärken? Wo gibt es aber auch noch Potenziale zur Weiterentwicklung der Integrationsarbeit im Revier? Diese Fragen beleuchten wir im Rahmen der Publikation "Integration vor Ort - Praxiserfahrungen aus dem Ruhrgebiet".

Buchvorstellung "Rücktritte: Über die Kunst, ein Amt zu verlassen" am 13. September 2017




 
Gemeinsam mit dem Autor Dr. Moritz Küpper, Landeskorrespondent NRW beim Deutschlandradio, stellte die Bonner Akademie am 13. September 2017 ihre vor kurzem im Tectum Verlag erschienene Publikation "Rücktritte: Über die Kunst, ein Amt zu verlassen" vor. In der anschließenden Podiumsdiskussion berichteten Dagmar Reim, ehemalige Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg (rbb), Dr.-Ing. e.h. Hartmut Mehdorn, Industriemanager, u. a. ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG, sowie Dr. Norbert Walter-Borjans, Finanzminister des Landes Nordrhein-Westfalen a.D., von ihren unterschiedlich gelagerten Rücktrittserfahrungen. Die Veranstaltung moderierte Stefan Weigel, stellvertretender Chefredakteur der Rheinischen Post.

Diskussionsveranstaltung zum Thema "Sozialpolitik heute - Herausforderungen in einer gespaltenen Gesellschaft" mit dem Essener Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck.
 
Über „Sozialpolitik heute - Herausforderungen in einer gespaltenen Gesellschaft“ diskutierte der Essener Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck gemeinsam mit Prof. Dr. Georg Cremer, ehemaliger Generalsekretär des Deutschen Caritasverbandes e.V., Heike Göbel, verantwortliche Redakteurin für Wirtschaftspolitik bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, und Prof. Dr. Frank Nullmeier, Professor für Politikwissenschaft an der Universität Bremen und Leiter der Abteilung "Theorie und Verfassung des Wohlfahrtsstaates" des Zentrums für Sozialpolitik, am 12. September in der Bonner Akademie. Dr. Helge Matthiesen, Chefredakteur des Bonner General-Anzeigers, moderierte die Veranstaltung. Diese fand im Rahmen des Forschungsprojekts „Wieviel Islam gehört zu Deutschland? Integrationserfahrungen junger und alter Menschen in einer säkular geprägten Gesellschaft am Beispiel des Ruhrgebiets“ in Kooperation mit der Essener Brost-Stiftung statt.
Über den Linkspopulismus in Spanien wurde am 7. September 2017 in der Deutschen Welle diskutiert
 
Zum Abschluss der Reihe "Populismus auf dem Vormarsch?", die von der Bonner Akademie gemeinsam mit dem Global Media Forum der Deutschen Welle ausgerichtet wurde, fand am 7. September 2017 die Podiumsdiskussion "Gegen die Eliten: Linkspopulismus in Spanien" statt. Mit dem Moderator Patrick Leusch, Leiter des Global Media Forum der Deutschen Welle, diskutierten Prof. Dr. Nikolaus Werz, Inhaber des Lehrstuhls für Vergleichende Politikwissenschaft an der Universität Rostock, Botschafter Heinrich Kreft, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Luxemburg und ehem. Gesandter in Madrid, Ángela Paloma Martín, spanische Journalistin, Bloggerin und Politikwissenschaftlerin, sowie Raul Zelik, freier Autor, Politikwissenschaftler und Übersetzer des Sachbuches "Podemos!" von Pablo Iglesias.
Halbjahresbericht 1|2017

 
Die Amtseinführung Donald Trumps im Januar steht symbolisch für eine Welt im Wandel. Die Vereinigten Staaten, aber auch die transatlantischen Beziehungen, nähern sich einer Zerreißprobe. Derweil setzt sich die multiple Krise in Europa fort: Schulden, Flüchtlinge und Brexit drohen nach wie vor, das kontinentale Einigungswerk zu unterminieren. Zugleich stellen die blutigen Krisen und Konflikte in unserer Nachbarschaft die Handlungsfähigkeit des vereinigten Europas auf eine harte Probe. Auf nationaler Ebene setzen populistische Bewegungen die Institutionen der repräsentativen Demokratie zunehmend unter Druck. Auf wichtige Zukunftsfragen, etwa in der Entwicklungs- und Integrationspolitik, fehlen uns noch überzeugende Antworten. Doch es gibt auch Anlass zur Hoffnung: In den Niederlanden und in Österreich wurde der Vormarsch der Rechtspopulisten vorerst gestoppt, mit dem Sieg Emmanuel Macrons bei den französischen Präsidentschaftswahlen besteht die Chance auf einen Neuanfang in Europa.

Die Ereignisse und Entwicklungen des ersten Halbjahres 2017 boten wieder viel Material für die Veranstaltungen, Forschungsprojekte, Publikationen und Lehrveranstaltungen der Bonner Akademie. Erneut dürfen wir hoffen, auch in den vergangenen sechs Monaten einige spannende Impulse und neue Ideen in die Debatte eingebracht zu haben. Anhand unseres aktuellen Halbjahresberichts können Sie sich davon überzeugen, ob uns dies geglückt ist.
Veranstaltung aus der Reihe "Populismus auf dem Vormarsch?" am 11. Juli 2017

 
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Populismus auf dem Vormarsch?", die von der Bonner Akademie gemeinsam mit dem Global Media Forum der Deutschen Welle organisiert wird, wurde am 11. Juli 2017 eine Podiumsdiskussion mit dem Titel: "Rettung in national-religiöse Heldenmythen? Polen unter der PiS" veranstaltet. Unter der Moderation von Patrick Leusch, Leiter des Global Media Forums der Deutschen Welle, diskutierten Henryk Jarczyk, Leiter des ARD-Hörfunkstudios in Warschau, Adam Krzeminski, Redakteur der polnischen Wochenzeitschrift Polityka, und Krzysztof Ruchniewicz, Direktor des Willy Brandt Zentrums für Deutschland- und Europastudien sowie Leiter des Lehrstuhls Geschichte an der Universität Wrocław. Die Podiumsgäste skizzierten die aktuellen Ereignisse und Entwicklungen in ihrem Land und warfen zudem einen kritischen Blick auf die populistischen Strömungen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Essener Forums.
 
Am 4. Juli 2017 veranstalteten die beiden von der Brost-Stiftung geförderten Projekte „Wieviel Islam gehört zu Deutschland? Integrationserfahrungen junger und alter Menschen in einer säkular geprägten Gesellschaft am Beispiel des Ruhrgebiets“ der Bonner Akademie und „Soziales Engagement im Ruhrgebiet – Zum Aufbau neuer Strukturen zwischen Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik“, durchgeführt von Prof. Dr. Rolf G. Heinze an der Ruhr-Universität Bochum, erneut einen gemeinsamen Workshop. Zum Thema „Soziales Engagement im Wandel – Innovative Akteure in der Zivilgesellschaft und was man von ihnen lernen kann“ diskutierten die Projektteams gemeinsam mit Praktikern und Experten über Anknüpfungspunkte und Synergieeffekte der Forschungsarbeiten.



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