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Sommersemester 2013: Akzeptanzkrise von Großprojekten in Politik und Wirtschaft

Ulrike Platz, Referentin im Projektreferat Beteiligung der Abteilung Netzausbau der Bundesnetzagentur
Einen interessanten und praxisnahen Einblick in das Thema "Akzeptanzprobleme bei der Durchführung der Energiewende" aus Sicht der obersten deutschen Regulierungsbehörde erhielten die Teilnehmer von Bodo Hombachs Seminar am 10. Juli im Zuge eines Gastvortrags von Ulrike Platz, Referentin im Projektreferat Beteiligung der Abteilung Netzausbau der Bundesnetzagentur.

Ulrike Platz betonte die Schwierigkeiten, die sich aus dem Netzausbau ergeben: Einerseits sei der Netzausbau eine elementare Voraussetzung für die Realisierung der Energiewende, andererseits gestalte sich die konkrete Planung sehr schwierig. Der Bau von Stromtrassen durchlaufe einen langwierigen rechtlichen und organisatorischen Prozess, der sich über mehrere Jahre erstrecken wird. Frau Platz betonte, dass die Bundesnetzagentur möglichst konsensorientiert handeln und alle betroffenen Akteure in den Planungsprozess einbeziehen wolle. Dabei müsse ein Mittelweg zwischen Umwelt- und Landschaftsschutz sowie Bürgerinteressen gefunden werden.
Dr. Ritva Westendorf-Lahouse, Pressesprecherin von ExxonMobil
Am 12. Juni 2013 begrüßte Bodo Hombach die Pressesprecherin von ExxonMobil, Dr. Ritva Westendorf-Lahouse, als Gastreferentin in seinem Seminar. Zum Thema der Sitzung "Deutsche Energiediskussion am Beispiel Gasbohren / Fracking" erhielten die Seminarteilnehmer während eines ausführlichen Vortrags Hintergrundinformationen aus erster Hand.

Dr. Westendorf-Lahouse stellte dabei das große Potential zur Erdgasgewinnung in Deutschland heraus, welches aber aufgrund der Einflussnahme von verschiedenen Vetospielern nicht voll ausgenutzt werden könne. Die damit verbundene öffentliche Diskussion beschrieb sie als typisches Beispiel für eine Debatte, in der ein ausgeprägter Konflikt zwischen dem wirtschaftlichen Nutzen und den ökologischen Fragen in Verbindung mit einem Großprojekt erkennbar sei.
Dr. Christian Drepper, Pressesprecher von E.ON
Dr. Christian Drepper, Pressesprecher von E.ON, nahm an der ersten Sitzung der Lehrveranstaltung "Akzeptanzkrise von Großprojekten in Politik und Wirtschaft – Mechanismen öffentlicher Meinungsbildung" von Bodo Hombach als Gastreferent teil.

Während seines Vortrags erläuterte Dr. Drepper die Problematik mit dem Bau des neuen Kraftwerks Datteln und gab aktuelle Einschätzungen zum weiteren Verfahren im Zusammenhang mit dem Projekt wieder.