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Lehrveranstaltung zum Thema "Was steckt hinter der 'vierten industriellen Revolution'?"








 
Zu Beginn der aktuellen Lehrveranstaltungsreihe "Wirtschaft im Wandel – Veränderungen erkennen, annehmen und nutzen" befasste sich am 14. September 2016 ein Seminar mit dem Thema "Industrie 4.0" und ging dabei der Frage nach, was sich hinter der "vierten industriellen Revolution" konkret verbirgt. Experten unterschiedlicher Disziplinen fokussierten in diesem Zusammenhang Fragestellungen technischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Natur.

Welche Schwierigkeiten bei der begrifflichen Definition insbesondere vor dem Hintergrund der internationalen Vergleichbarkeit auftreten können, skizzierte Dr. Miriam Schleipen vom Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB) in ihrem Eröffnungsvortrag. So gebe es im Kontext mit der "Industrie 4.0" aktuell bereits insgesamt über 80 Begriffe, auf die man sich nach diversen Projektrunden habe einigen können. Markus Knobel, Unternehmensberater und Partner bei der UNITY AG, verdeutlichte, dass auf Unternehmen heutzutage ein gewisser Innovationsdruck laste. Ansonsten bestehe die Gefahr, einen großen und womöglich branchenändernden Trend zu verpassen – was dies für ein Unternehmen bedeuten könne, veranschaulichte er am Beispiel Nokia. Tim Meisen, ebenfalls UNITY AG, sieht ein Unternehmen dann gut aufgestellt, wenn es klar definieren kann, wie durch den Einsatz der Digitalisierung ein eindeutiger Mehrwert für seinen Kunden entstehen kann.

Dr. Christian Schwarzkopf, Gründer & Geschäftsführer der SugarTrends GmbH, beleuchtete das Thema "Industrie 4.0" aus Sicht eines Startup-Unternehmers. Ein Teilaspekt sei für ihn dabei die Erweiterung der kompletten Wertschöpfungskette, da vor allem neue Plattformen nunmehr den direkten Vertriebsweg bis zum Endverbraucher übernehmen würden. Zum Abschluss der Lehrveranstaltung referierte Guido Aßhoff LL.M., Rechtsanwalt bei Schulte-Franzheim Rechtsanwälte, zum Thema "Sicherheit in der Industrie 4.0", wobei er sich auf die Frage konzentrierte, wem die gesammelten Daten eigentlich am Ende gehören und wer bei Verstößen dafür hafte.