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Lehrveranstaltung zum Thema „Die vernetzte Wirtschaft: Digitalisierung als unternehmerische Chance und Herausforderung“



Dr. Thomas Schwindt, Data Science Consultant beim Bonner Software-Unternehmen „Comma Soft AG“



Sergej Dechand, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Informatik 4 der Universität Bonn



Dominik Schürmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Betriebssysteme und Rechnerverbund der Technischen Universität Braunschweig



Jörg Asma, Managing Director von „Comma Management Consulting für Sicherheit“



Dr. Christina Kratsch, Data Science Consultant bei der Comma Soft AG




 
Im Rahmen des aktuellen Lehrveranstaltungsprogramms zum Oberthema „Globale Herausforderungen – globale Chancen“ greift die BAPP GmbH im ersten Halbjahr 2016 die jüngsten globalen Entwicklungen und Ereignisse auf, um dabei neue Herausforderungen für das individuelle und unternehmerische Handeln sowie konkrete Chancen für die weitere Entwicklung unserer Gesellschaft und Wirtschaft zu diskutieren. Im Blickpunkt der zweiten BAPP-Lehrveranstaltung am 19. April 2016 in Bonn standen unter dem Titel „Die vernetzte Wirtschaft: Digitalisierung als unternehmerische Chance und Herausforderung“ sämtliche unternehmerische, wissenschaftliche und sicherheitsrelevante Aspekte der Bereiche „IT-Sicherheit“, „Big Data“ und „Data Science“.

Dr. Thomas Schwindt, Data Science Consultant beim Bonner Software-Unternehmen „Comma Soft AG“, führte in das Lehrveranstaltungsthema ein, erörterte die Gründe für die digitale Transformation, stellte verschiedene Strategien und digitale Geschäftsmodelle vor und diskutierte im Schlussteil seines Vortrages Chancen und Risiken der Digitalisierung für Unternehmen in Gegenwart und Zukunft.

Daran schloss sich ein Vortrag von Sergej Dechand, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Informatik 4 der Universität Bonn, an. Er setzte sich mit dem User als Schwachstelle und den Grenzen von Sicherheit und Datenschutz kritisch auseinander. Dabei zeigte er die Diskrepanz zwischen komplexen Systemen und einfacher Benutzbarkeit im Bereich der IT-Sicherheit auf und wies auf die Möglichkeiten zur Identifizierung von Sicherheitsschwachstellen hin.

Sein Kollege Dominik Schürmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Betriebssysteme und Rechnerverbund der Technischen Universität Braunschweig, beschäftige sich in seinen Ausführungen mit den praktischen Herausforderungen im Hinblick auf die Sicherheit von E-Mails für mobile Endgeräte. Dabei ging es u. a. um die Möglichkeit der Verschlüsselung durch OpenPGP in Android-Apps mit Unterstützung für PGP/MIME.

Jörg Asma, Managing Director von „Comma Management Consulting für Sicherheit“, ein Experte für Informationssicherheit, setzte sich mit der Gefahrenquelle „Big Data“ intensiv auseinander und verwies auf die Gefahren, die bei großen Datenmengen nicht außer Acht zu lassen seien. Aus seinem Vortrag ließ sich ein klares Plädoyer für die Relevanz des Datenschutzes ableiten. Gleichzeitig sprach er auch die Gefahren der Datenliberalisierung offen an. Besonders betonte der Informationssicherheitsexperte dabei, dass eine unreflektierte Nutzung von „Big Data“ unter allen Umständen vermieden werden müsse. So stelle „Big Data“ sowohl Chance (Stichwort: „Nutzbarmachung von Daten“) als auch Risiko (Stichwort: „unreflektierte Datennutzung“) dar.

Im darauf folgenden Vortrag widmete sich Dr. Christina Kratsch, Data Science Consultant bei der Comma Soft AG, der Darstellung aktueller Entwicklungen im Bereich „Big Data Analytics“. In diesem Kontext ging sie auf die wichtigsten Begriffe ein, deren klare Definition sie vehement einforderte, und erklärte im Schlussteil ihres Referats, was genau unter Data Science zu verstehen sei – kurzum: „Aus Daten Wissen schaffen!“ Abgerundet wurde die Lehrveranstaltung durch einen weiteren Vortrag von Frau Dr. Kratsch, bei dem sie auf die Umsetzung von Data Science im Unternehmen einging und wie eine solche erfolgreich gelingen kann. Auch die Vermittlung wichtiger Grundlagen wie CRISP („Cross Industry Standard Process“) als Vorgehensmodell für Data Science im Unternehmen zu dessen Beratung kam in diesem Zusammenhang zur Sprache. Am Ende ihrer Ausführungen wies sie kurz darauf hin, dass Data Science ein noch sehr junges Feld und der sogenannte Data Scientist – im Bilde gesprochen – ein magisches Einhorn sei.