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Lehrveranstaltung zum Thema "Krisenkommunikation in Politik, Wirtschaft und Medien"







 
Zum Abschluss der Lehrveranstaltungsreihe "Führungs- und Kommunikationskompetenzen in Politik, Wirtschaft und Medien" fand am 26. November 2015 ein Seminar mit dem Titel "Krisenkommunikation in Politik, Wirtschaft und Medien" statt, zu dem die Bonner Akademie ausgewiesene Experten aus dem Krisenmanagement sowie aus der Kommunikationsbranche begrüßen durfte. Neben Frank Roselieb, geschäftsführender Direktor des Krisennavigator – Institut für Krisenforschung, referierten Martin Riecken, Leiter Krisenkommunikation im Bereich Corporate & External Affairs der TUI Group, und Ulrich Winkler, ehemaliger Pressesprecher der Deutschen BP AG sowie der RAG-Stiftung und heute Partner bei kmw outrage management.

Zu Beginn der Veranstaltung stellte Frank Roselieb, einer der in Deutschland gefragtesten Experten zum Themengebiet des Krisenmanagements und der Krisenkommunikation, die unterschiedlichen Klassifizierungen von Krisentypen und deren Auswirkungen vor. Neben der bilanziellen Krise (die "Pleite") gebe es die kommunikative (der "Skandal") sowie die operative Krise (die "Störung"). Anhand diverser Beispiele erläuterte Roselieb die verschiedenen Phasen der Krisenbewältigung – angefangen vom reinen Krisenmanagement über die Krisenkommunikation und -psychologie bis hin zum Krisenrecht.

Martin Riecken, der während seiner vorherigen beruflichen Station als Krisenmanager bei der Deutschen Lufthansa AG tätig war, umschrieb im Anschluss, warum ein Krisenplan für jedes größere Unternehmen zwingend erforderlich sei, und erklärte, worauf man bei der Erstellung eines entsprechenden Plans achten müsse. "Mit Plan hat man vielleicht noch nicht gewonnen, aber ohne hat man im Zweifelsfall bereits verloren", so der Leitsatz des Kommunikationsprofis. Ulrich Winkler stellte daraufhin einen Fall vor, welcher mitunter exemplarisch für eine fehlgeschlagene Krisenkommunikation gelten kann. In seinem Vortrag mit dem Titel "Was schief gehen kann, geht schief" beleuchtete er aus verschiedenen Perspektiven, was BP im Zusammenhang mit der Katastrophe auf der Deepwater Horizon im Jahr 2010 kommunikativ alles falsch gemacht hat.