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Lehrveranstaltung zum Thema „Reputationsmanagement und Marketing in Politik, Wirtschaft und Medien"
Im Rahmen der Lehrveranstaltungsreihe „Führungskompetenzen für Politik, Wirtschaft und Medien“ fand am 7. Mai 2013 eine Veranstaltung zum Thema „Reputationsmanagement und Marketing in Politik, Wirtschaft und Medien“ statt, an welcher Führungskräfte aus Unternehmen sowie Doktoranden der Universität Bonn und der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg teilnahmen.

Mit Prof. Dr. Thorsten Oltmanns, Partner und Global Marketing Director bei Roland Berger Strategy Consultants, konnten wir einen hochkarätigen Referenten gewinnen, der das Programm beinahe allein bestritt. Nach einer kurzen Differenzierung der Begriffe Marke und Reputation erläuterte er ihre Bedeutung auf Wahrnehmung sowie Wert von Unternehmen und Personen. Die Reputation einer Person werde getragen von 3 Säulen: Von ihren Fähigkeiten, vom Vertrauen, welches man ihr entgegen bringt und von der Sympathie, die sich mit „Ähnlichkeit“ und Engagement definieren lasse.

Die Unternehmensreputation bedinge sich mit der Reputation der Manager, und da Reputation bis zu 40 % des Unternehmenswertes ausmache, seien die Positionierung von Führungskräften und die gelebte Marke zentrale Hebel. Anschließend stellte Prof. Oltmanns die Unterschiede und Gemeinsamkeiten in Politik, Wirtschaft und Medien heraus. Krisen und Skandale erschüttern Unternehmen und ihre Marken; die Medien befeuern die Debatte und spielen die Themen bewusst. Anhand des Beispiels von BP und der Ölkatastrophe 2010 im Golf von Mexiko stellte Prof. Oltmanns Lösungsansätze und -strategien für ein Reputationsmanagement in Krisensituationen vor.

Matthias Kopp
Der Pressesprecher der Deutschen Bischofskonferenz, Matthias Kopp, knüpfte an seinen Vorredner an und schilderte, wie die römisch-katholische Kirche gerade vor dem Hintergrund der Fälle von sexuellem Mißbrauch von Kindern um Reputation zu kämpfen hat. Er berichtete von seinen praktischen Herausforderungen, so z.B. nicht nur für den Vorsitzenden der Bischofskonferenz, sondern vielmehr für 27 Diözesen mit einer Stimme zu sprechen, obwohl diese natürlich auch noch einmal ihre eigenen Pressestellen haben. Kopp gewährte äußerst spannende Einblicke in seine abwechslungsreiche Arbeit.

Zum Abschluss der Veranstaltung lag der Fokus noch einmal darauf, den Teilnehmern Regeln für ein gutes Reputationsmanagement mit an die Hand geben zu können. Prof. Oltmanns skizzierte, was man dabei von Politikern lernen könne. Man müsse sich deutlich positionieren und damit auch definieren, die persönlichen Kommunikationskompetenzen weiter ausbauen, aber insbesondere auch Krisen als Chance wahrnehmen und diese nutzen. Den Referenten gelang es, die spezifischen Anforderungen eines glaubwürdigen Reputationsmanagement im Verlauf der Veranstaltung eindringlich und anschaulich herauszuarbeiten, so dass ein jeder Teilnehmer neue Erkenntnisse daraus ziehen konnte.