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Auszug aus einem Wörterbuch (© FirasMT/flickr.com)

Zeche Zollverein im Ruhrgebiet (© wwwuppertal/flickr.com)

Schirmherr des Forschungsprojekts: Bundespräsident a.D. Christian Wulff

Leitung der Forschungsgruppe: Prof. Dr. Volker Kronenberg (l.) und Dr. Karsten Jung (r.)
„Aber der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland“ – mit dieser einfachen Feststellung löste der damalige Bundespräsident Christian Wulff im Oktober 2010 eine kontroverse Debatte zum Stand der Integration in Deutschland aus, die an Aktualität nicht verloren hat.

Gerade die Integration von Mitgliedern der älteren und jüngeren Generation von Muslimen stellt die deutsche Politik und Gesellschaft derzeit vor die größten Herausforderungen. Nirgendwo in Deutschland stellen sich diese Herausforderungen unmittelbarer als im Ruhrgebiet. Hier leben Christen und Muslime seit Jahrzehnten nebeneinander – oft jedoch auch nebeneinander her.

Das Forschungsprojekt Wieviel Islam gehört zu Deutschland? Integrationserfahrungen junger und alter Menschen in einer säkular geprägten Gesellschaft am Beispiel des Ruhrgebiets wird die Gründe für die fortbestehende kulturelle Distanz im Alltag zwischen der deutschen Mehrheitsgesellschaft und muslimischen Migranten im Ruhrgebiet – unter besonderer Berücksichtigung der Situation jüngerer und älterer Menschen – eingehend untersuchen. Ziel ist es, nicht nur das Verständnis von Integrationshindernissen zu verbessern, sondern auch auf der Grundlage einer fundierten Analyse der Situation im Ruhrgebiet und der praxisnahen Evaluation ausgewählter Integrationsprojekte, konkrete Ansätze für die Belebung des interkulturellen Austauschs im gesellschaftlichen Alltag sowie gezielte Projekte der Alten- und Jugendhilfe zu erarbeiten.

Das Forschungsprojekt steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident a.D. Christian Wulff. Die Projektleitung liegt bei Prof. Dr. Volker Kronenberg, Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Universität Bonn sowie Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Bonner Akademie, und Dr. Karsten Jung, Geschäftsführer der Bonner Akademie. Das auf drei Jahre angelegte Projekt wird von der Brost-Stiftung gefördert.