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Prof. Dr. Volker Kronenberg, Projektleiter und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der BAPP

Prof. Dr. Clemens Albrecht, Institut für Soziologie und Politikwissenschaft der Universität Koblenz-Landau

Prof. em. Dr. Gottfried Küenzlen, Institut für Theologie und Ethik der Universität der Bundeswehr München

Prof. Dr. Anne-Marie Bonnet, Kunsthistorisches Institut der Universität Bonn

Prof. Dr. Bülent Ucar, Institut für Islamische Theologie der Universität Osnabrück

Prof. Dr. Christine Schirrmacher, Abteilung für Islamwissenschaft und Nahostsprachen der Universität Bonn
Im Rahmen des ,Bonner Forums‘ „Der Islam und die säkulare Gesellschaft“ kamen am 12. Mai 2015 renommierte Wissenschaftler aus den Bereichen der Theologie, der Soziologie, der Islamwissenschaft und der Kulturwissenschaft in der Bonner Akademie zusammen. Im Mittelpunkt dieser wissenschaftlichen Diskussionsveranstaltung standen das schwierige Verhältnis, aber auch die Gemeinsamkeiten und Anknüpfungspunkte zwischen Islam und westlicher Moderne.

Während sich Prof. Dr. Clemens Albrecht von der Universität Koblenz-Landau in seinem Vortrag „Religion und Moderne. Eine nötige Klärung“ der Entwicklung der säkularen Gesellschaft und der Frage widmete, ob sich der Islam reformieren und säkularisieren muss, ging Prof. em. Dr. Gottfried Küenzlen von der Universität der Bundeswehr München in seinem Referat „Säkularer Verfassungsstaat und Islam: gegenwartsdiagnostische Anmerkungen“ der Frage nach, ob dem Islam durch seine mannigfaltigen Strömungen Grundlagen einverwoben sind, die einem liberalen Staat entgegen stehen und stehen müssen.

Die Islamwissenschaftlerin Prof. Dr. Christine Schirrmacher von der Universität Bonn und der islamische Theologe Prof. Dr. Bülent Ucar von der Universität Osnabrück zeichneten in ihren Beiträgen ein differenziertes Bild „des Islam“, dessen unterschiedliche Strömungen ein breitgefächertes Verständnis von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und des Verhältnisses von Religion und Staat ausmachen. Beide Wissenschaftler plädierten für die Notwendigkeit, den Islam in seiner Vielgestaltigkeit wahrzunehmen, statt auf bestimmte negativ behaftete Tendenzen zu reduzieren.

Gemeinsamkeiten und Anknüpfungspunkte, welche die Kunst als verbindendes Element zwischen den Kulturen und Religionen bietet, zeigte Prof. Dr. Anne-Marie Bonnet vom Kunsthistorischen Institut der Universität Bonn in ihrem Vortrag „Der Islam und die islamische Kunst in der säkularen Gesellschaft“ auf. Gleichzeitig wies sie auf den niedrigen Bekanntheitsgrad der modernen Kunst aus islamisch geprägten Kulturen in Deutschland sowie auf die Notwendigkeit der Überarbeitung des westlichen Verständnisses von islamischer Kunst hin.

Der Experten-Workshop fand statt im Rahmen des Forschungsprojekts „Wieviel Islam gehört zu Deutschland? Integrationserfahrungen junger und alter Menschen in einer säkular geprägten Gesellschaft am Beispiel des Ruhrgebiets“. Die Beiträge des ‚Bonner Forums‘ werden in einer Projektpublikation im Juni 2015 erscheinen.