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Leiter des Forschungsprojekts: Prof. Dr. Florian Grotz, Helmut-Schmidt-Universität Hamburg



Prof. Grotz mit Bernhard Nebe (l.), Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes NRW, Praxisexperte Dr. Rainer Holtschneider (r.), Staatssekretär a.D., und Moderator Dr. Alexander Götz (2.v.r.)



Staatssekretär Nebe (M.) lieferte wichtige inhaltliche Impulse, die noch in die Abschlusspublikation mit einfließen werden. Mit auf dem Foto: Praxisexperte Prof. Dr. Dieter Engels (l.), Präsident des Bundesrechnungshofs a.D., und Prof. Grotz (r.)



An dem Expertenworkshop nahmen unter anderen Vertreter der Landes- und Kommunalebene teil



 
Zum Abschluss des von Prof. Dr. Florian Grotz, Helmut-Schmidt-Universität Hamburg, geleiteten Forschungsprojekts "Verwaltungspolitik in Nordrhein-Westfalen. Bilanz und Potenzial von Strukturreformen im Ländervergleich" fand am 3. Februar 2016 ein Expertenworkshop statt, in dem die Forschungsergebnisse vorgestellt sowie anschließend diskutiert wurden.

Neben dem Projektteam nahmen an der Veranstaltung auch die beiden Praxisexperten Prof. Dr. Dieter Engels, Präsident des Bundesrechnungshofs a.D., und Dr. Rainer Holtschneider, Staatssekretär a.D., sowie Bernhard Nebe, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes NRW, Prof. Dr. Jörg Bogumil, Ruhr-Universität Bochum, Prof. Dr. Sabine Kuhlmann von der Universität Potsdam und Prof. Dr. Theo A. J. Toonen von der Universität Twente/Niederlande teil. Moderiert wurde die abschließende Diskussionsrunde von Dr. Alexander Götz, Niedersächsisches Ministerium für Inneres und Sport sowie freier Projektmitarbeiter.

Prof. Dr. Florian Grotz erläuterte zu Beginn der Veranstaltung noch einmal kurz die Projektziele: Zum einen lag der Fokus auf einer systematisch-vergleichenden Bestandsaufnahme der (quantitativen) Reformbilanz, zum anderen stand eine konkrete Betrachtung der Reformbilanz in NRW im Vergleich zu anderen Bundesländern im Zentrum der Analysen. Henrike Wehrkamp und Dr. Marcel Lewandowsky, beide Projektmitarbeiter sowie von der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg, stellten daraufhin die Forschungsergebnisse vor. So hätten beispielsweise alle Flächenländer die Strukturen ihrer Kernverwaltung erheblich kondensiert, habe sich die Reformdynamik seit 2009 deutlich verlangsamt und falle der Reformumfang in NRW im Ländervergleich relativ schwach aus.

In der anschließenden Diskussion unterstrich Dr. Holtschneider, dass es bei der Vergleichbarkeit unterschiedlicher Behörden durchaus Schwierigkeiten gebe. So sei die Verwaltung einer Hochschule anders aufgebaut als die einer Polizeibehörde - eine Tatsache, die seiner Meinung nach noch stärker in den abschließenden Untersuchungen des Forschungsprojekts Berücksichtigung erfahren sollte. Staatssekretär Nebe verdeutlichte die Notwendigkeit einer inhaltlich-funktionalen Zielrichtung bei Verwaltungsreformen. Es brauche stets einen vorformulierten Masterplan - "eine Kürzung des Kürzens wegen" sei hingegen nicht der richtige Ansatz für eine erfolgreiche Reform. Zum Abschluss hinterfragte Prof. Engels den qualitativen Output einiger Reformen. Nicht selten stelle man sich in einzelnen Behörden am Ende die Frage, ob "es überhaupt eine Reform gegeben" habe.

Die Abschlusspublikation zum Forschungsprojekt wird in Kürze im Springer VS Verlag erscheinen.