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Forschungsprojektleiter Prof. Dr. Jerzy Maćków von der Universität Regensburg

Dr. Willi Steul, Intendant des Deutschlandradios sowie Praxisexperte des Forschungsprojekts

Bartosz Wieliński, Redakteur bei der polnischen Tageszeitung „Gazeta Wyborcza“

Stephan Malerius, Konrad-Adenauer-Stiftung
Am 22. Januar 2015 fand im Rahmen des von der Bonner Akademie durchgeführten Forschungsprojekts „Vaterland Europa? – Europäische Identität in der Zeit der Euro-Verschuldungskrise“ eine Diskussionsrunde unter dem Titel „Testfall Ukraine. Europa und seine Werte“ statt. Es handelte sich dabei um die Abschlussveranstaltung des von Prof. Dr. Jerzy Maćków, Universität Regensburg, geleiteten Projekts. Neben dem Projektleiter nahmen Stephan Malerius, Leiter eines in den Ländern der Ostpartnerschaft der Europäischen Union laufenden EU-Projekts der Konrad-Adenauer-Stiftung, Bartosz Wieliński, Redakteur der größten polnischen Tageszeitung „Gazeta Wyborcza“, und Dr. Willi Steul, Intendant des Deutschlandradios sowie Praxisexperte des Forschungsprojekts, an der Diskussion teil.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Problematik der unterschiedlichen Wahrnehmungen in der Ukraine-Krise. Prof. Maćków erklärte, dass er den Auslöser für die stark auseinanderklaffenden Meinungen in der Schwierigkeit sehe, durch Gewalt auf beiden Seiten den Angreifer vom Angegriffenen zu unterscheiden. Darüber hinaus wurde viel über die russische Haltung diskutiert. Nach dem Zerfall der Sowjetunion habe Russland an einem Minderwertigkeitskomplex gelitten, der sich nun zu einem Herrscherkomplex entwickelt habe, so Bartosz Wieliński. Dies sei allerdings eine Erklärung für das russische Handeln und keine Entschuldigung, denn Russland verhalte sich wie ein Schurkenstaat. Mit dieser Aussage erhielt er die einheitliche Zustimmung seiner Mitdiskutanten.

Die gesamte Veranstaltung lief auf die von Prof. Dr. Maćków gestellte Abschlussfrage an seine Mitdiskutanten hinaus: „Was kann die EU tun, um den Konflikt zu mindern und um das Völkerrecht zu schützen? Was ist absolut notwendig?“ Dr. Steul betonte, dass es besonders wichtig sei, die ukrainische Regierung zu stärken. Dies wurde von Stephan Malerius unterstützt. Sowohl wirtschaftliche als auch politische Unterstützung sei von großer Bedeutung. Zwei weitere Notwendigkeiten stellten die Vertiefung der Sanktionen gegen Russland und ein einheitliches Auftreten der EU dar. Auch Bartosz Wieliński teilte diese Meinung: Insbesondere ein starkes gemeinsames Auftreten gegenüber Russland spiele eine große Rolle.