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Forschung

Die Forschungsarbeit der Bonner Akademie findet im angegliederten Think Tank statt. Dieser teilt sich in mehrere Forschungsgruppen auf, die sich mit unterschiedlichen Zeithorizonten mit verschiedenen praxisbezogenen Themen und Fragestellungen beschäftigen. Ihre Ergebnisse werden in Veranstaltungen und regelmäßig erscheinenden Schriftenreihen veröffentlicht.
Hier finden Sie Informationen zu den aktuellen Forschungsprojekten der Bonner Akademie.
Auszug aus einem Wörterbuch (© FirasMT/flickr.com)

Zeche Zollverein im Ruhrgebiet (© wwwuppertal/flickr.com)
Das Forschungsprojekt Wieviel Islam gehört zu Deutschland? Integrationserfahrungen junger und alter Menschen in einer säkular geprägten Gesellschaft am Beispiel des Ruhrgebiets wird die Gründe für die fortbestehende kulturelle Distanz im Alltag zwischen der deutschen Mehrheitsgesellschaft und muslimischen Migranten – unter besonderer Berücksichtigung der Situation jüngerer und älterer Menschen im Ruhrgebiet – eingehend untersuchen und auf dieser Basis konkrete Ansätze zur Belebung des interkulturellen Austauschs im gesellschaftlichen Alltag und gezielte Projekten der Alten- und Jugendhilfe erarbeiten.

Das Forschungsprojekt steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident a.D. Christian Wulff. Die Projektleitung liegt bei Prof. Dr. Volker Kronenberg, Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Universität Bonn sowie Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Bonner Akademie, und Dr. Karsten Jung, Geschäftsführer der Bonner Akademie. Das auf drei Jahre angelegte Projekt wird von der Brost-Stiftung gefördert.
Leiter des Forschungsprojekts: Prof. Dr. Volker Kronenberg, Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Universität Bonn sowie Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Bonner Akademie


Praxisexperte: Alexander Schweitzer (Foto: © MSAGD, Reiner Voss), Fraktionsvorsitzender der SPD im rheinland-pfälzischen Landtag und Minister a.D.
Populistische Protestparteien von links und/oder rechts profitieren in den westlichen Industriestaaten vom wachsenden Misstrauen vieler Bürger gegenüber dem politischen Establishment und den demokratischen Verfahren. Was in europäischen Nachbarstaaten seit längerem der Fall ist, trifft inzwischen auch auf Deutschland zu.

Aus dieser Beobachtung ergeben sich folgende erkenntnisleitende Fragestellungen: Worin liegt der Ursprung dieses Misstrauens? Wie lässt sich angesichts zunehmend komplexer Einzelfragen ein gerechter Interessenausgleich im Sinne des Gemeinwohls herstellen? Welche Maßnahmen sind in diesem Sinne geeignet, das Vertrauen in den demokratischen Prozess wieder zu stärken?

Diesen Fragen will ein auf zwei Jahre angelegtes Forschungsprojekt unter Leitung von Prof. Dr. Volker Kronenberg – anknüpfend an jahrelange Forschungen und Publikationen auf dem Gebiet der Demokratie- und politischen Kulturforschung – nachgehen. Dazu sollen in vier thematischen Modulen zunächst (1) die zentralen Herausforderungen der repräsentativen Demokratie identifiziert werden. Darauf aufbauend schließt sich die Analyse und Bewertung konkreter, praxistauglicher Ansätze zu ihrer Revitalisierung an: (2) Teilhabe durch Informationszugang, (3) Teilhabe durch Mitbestimmung und (4) Teilhabe durch Mitgestaltung.
Leiter des Forschungsprojekts: Dr. Lutz Hachmeister (li., Foto: © Jim Rakete), Institut für Medien- und Kommunikationspolitik Köln, und Dr. Jasmin Siri (re.), Universität Bielefeld




Praxisexperte: Andreas Krautscheid, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) und Staatsminister a.D.

 
Vielfach diskutieren Politik, Wirtschaft und Wissenschaft die Veränderung der Öffentlichkeit durch die vielfältigen Angebote im Internet. Die Einschätzungen reichen von euphorischer Begeisterung über neue Märkte und Partizipationsmöglichkeiten bis zu Klagen über den Untergang der vergangenen bundesrepublikanischen Öffentlichkeit.

Neben umfassenden quantitativen Studien zur Mediennutzung oder Studien von Unternehmen zum Eigengebrauch ist die Veränderung des individuellen Medienverhaltens der jüngeren Generation in Deutschland noch nicht gut erforscht. Diese Forschungslücke gilt es zu schließen, da die Art und Weise des Bezugs von Nachrichten und die Frage, wie Bürgerinnen und Bürger diese Nachrichten diskutieren und verfolgen, wesentliche Fragen der Demokratie und Teilhabe berühren.

Die Leiter des Forschungsprojekts, Dr. Lutz Hachmeister und Dr. Jasmin Siri, wollen daher einen Blick auf die künftigen Funktionseliten der Bundesrepublik – die heutige Studierendengeneration – werfen und fragen, ob und wie der Medienwandel im Leben junger Menschen eine Rolle spielt und wie sich die heutigen Twens neue Medien praktisch aneignen. Unterstützt werden sie dabei durch den Praxisexperten Andreas Krautscheid.
Leiter des Forschungsprojekts: Dr. Göttrik Wewer, Staatssekretär a.D.
 
Die Stärkung der Demokratie ist eines der zentralen Ziele von Open Government, das sich im letzten Jahrzehnt als neues Leitbild staatlichen Handelns auf dem Globus verbreitet hat. Ob und wie Open Government zu demokratischen Fortschritten führen soll, ist allerdings umstritten.

In dem von Dr. Göttrik Wewer geleiteten Forschungsprojekt soll untersucht werden, wie sich Open Government mit der repräsentativen Demokratie verträgt. Ein quantitativer Überblick soll zeigen, welche demokratischen Fortschritte in den Ländern zu verzeichnen sind, die dieses Leitbild übernommen haben. Fallstudien für ausgewählte Länder und theoretische Reflexionen zum Verhältnis von repräsentativer Demokratie und "Offenem" Regieren sollen diesen Gesamtüberblick qualitativ vertiefen. In der Summe sollen die einzelnen Teilschritte eine nachvollziehbare, plausible Antwort auf die Leitfrage ergeben, ob Open Government die Demokratie eher stärkt oder schwächt.

Leiter des neuen Forschungsbereichs: Botschafter Dr. Hans-Dieter Heumann, Präsident a.D. der Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS)
Die Bonner Akademie führt ihre Aktivitäten im Bereich Internationale Beziehungen in einem eigenen Forschungsbereich zusammen. Die derzeit bestehenden Tätigkeitsbereiche - das Deutsch-Chinesische Akademische Forum, das Transatlantische Forum und die Forschungsarbeit zur Europäischen Integration - werden gebündelt und noch weiter vertieft. Gleichzeitig mit der Bündelung setzt die Akademie in diesem Forschungsbereich einen neuen thematischen Schwerpunkt: „Strategische Fragen der Globalisierung: Die Handlungsfähigkeit Europas und Deutschlands“. Der neue Bereich wird von Botschafter Dr. Hans-Dieter Heumann, Präsident a.D. der Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS), in enger Abstimmung mit dem Präsidium, dem Kuratorium und den wissenschaftlichen Leitern der Bonner Akademie umgesetzt.
Hier finden Sie Informationen zu den abgeschlossenen Forschungsprojekten der Bonner Akademie.
Forschungsprojektleiter: Prof. Dr. Roland Sturm, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg


Praxisexperten: Prof. Dr. Michael Junker (l.), Geschäftsführer der Accenture Deutschland GmbH, und Prof. Dr. Klaus Gretschmann (r.), ehemaliger Generaldirektor für Wettbewerb, Binnenmarkt, Innovation und Forschung im Europäischen Ministerrat

 
Bisher wurde Austerität in erster Linie unter ökonomischen Aspekten diskutiert. Ökonomische Begründungen für Austeritätspolitik und Umverteilungsfragen sind aber inzwischen mehr als nur tagespolitischer Art. Die Literatur spricht von einem "age of austerity", einem neuen Zeitalter der Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik, impliziert also, dass sich auch ein politisch-kultureller Wandel vollzieht und sich ein neues Paradigma im Verhältnis von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft herausbildet.

Inwiefern Austerität tatsächlich nicht nur ein wirtschaftspolitisches, sondern vielleicht inzwischen auch ein kulturelles, soziales und gesellschaftliches Phänomen geworden ist – inwieweit sich demzufolge wirklich von einem "age of austerity" sprechen lassen kann, das untersuchten Prof. Dr. Roland Sturm von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und seine Wissenschaftler im Rahmen des Forschungsprojekts "Austerität als gesellschaftliches Projekt". Hierbei standen dem Forschungsprojekt mit Prof. Dr. Michael Junker, Geschäftsführer der Accenture Deutschland GmbH, und Prof. Dr. Klaus Gretschmann, ehemaliger Generaldirektor für Wettbewerb, Binnenmarkt, Innovation und Forschung im Europäischen Ministerrat, zwei ausgewiesene Praxisexperten zur Seite.
Forschungsprojektleiter: Prof. Dr. Tim Spier (l.) und Prof. Dr. Christoph Strünck (r.), beide von der Universität Siegen


Praxisexpertin: Birgit Fischer, Hauptgeschäftsführerin des Verbands forschender Arzneimittelhersteller (vfa) sowie Ministerin a.D.

 
Gleich ob Wirtschaftsverbände oder Gewerkschaften, Naturschutzorganisationen oder Wohlfahrtsverbände – viele politisch relevante Akteure haben Schwierigkeiten, ihren Mitgliederbestand zu erhalten oder neue Mitglieder zu gewinnen. Ein zentrales Problem von Interessenverbänden liegt dabei darin, dass sie das Verhältnis von Einfluss- und Mitgliedschaftslogik stets neu austarieren müssen. Eine große Zahl an Mitgliedern bringt den Verbänden politischen Einfluss, gleichzeitig steigen mit der Mitgliederzahl aber auch Interessenvielfalt und Partizipationsansprüche der Mitgliedschaft, die einer effektiven Interessenvertretung wiederum entgegen stehen können.

Prof. Dr. Tim Spier und Prof. Dr. Christoph Strünck von der Universität Siegen untersuchten im Jahr 2016 diese Problematik exemplarisch, indem sie den Schwerpunkt des Forschungsprojekts auf die Ärzteschaft und auf eine Analyse der sie vertretenden, komplexen Verbandslandschaft gelegt haben. Unterstützt wurde das Projektteam durch die Praxisexpertin Birgit Fischer, Hauptgeschäftsführerin des Verbands forschender Arzneimittelhersteller (vfa) sowie Ministerin a.D.
Prof. Dr. Thorsten Faas

 
Das Ziel des Forschungsprojekts "Politische Kommunikation in Zeiten neuer Informations- und Kommunikationstechnologie" lautete, den Einfluss, den Internet und soziale Netzwerke auf das Wahlverhalten der Bundesbürger nehmen, zu untersuchen und die Konsequenzen, die sich daraus für die politische Kommunikation in Deutschland ergeben, herauszuarbeiten.

Das Forschungsprojekt wurde geleitet von Prof. Dr. Thorsten Faas, Professor für Politikwissenschaft im Bereich "Empirische Politikforschung" an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Holger Geißler, Vorstand des Markt- und Meinungsforschungsinstituts YouGov, und Alexander Schweitzer, Fraktionsvorsitzender der SPD im rheinland-pfälzischen Landtag und Minister a.D., haben das Projekt als Praxisexperten begleitet und konnten eigene Erfahrungen mit einbringen.

Die Abschlusspublikation zum Forschungsprojekt finden Sie hier.
Prof. Dr. Florian Grotz
Der Schwerpunkt des Forschungsprojektes "Verwaltungspolitik in Nordrhein-Westfalen. Bilanz und Potenzial von Strukturreformen im Ländervergleich" lag in der genaueren Untersuchung von Problemen, Erfolgen und Potenzialen der Verwaltungsreform in Nordrhein-Westfalen.

Das Forschungsprojekt wurde geleitet von Prof. Dr. Florian Grotz, Professor für Politikwissenschaft an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg. Dr. Rainer Holtschneider, Staatssekretär a.D. in Sachsen-Anhalt, und Prof. Dr. Dieter Engels, ehemaliger Präsident des Bundesrechnungshofes, haben das Projekt als Praxisexperten begleitet und mit ihrer Expertise bereichert.


Die Abschlusspublikation können Sie beim Springer VS Verlag bestellen.
Prof. Dr. Wolfgang Schroeder
Das Forschungsprojekt "Kirchen als Träger vorsorgender Sozialpolitik" beschäftigte sich mit der Frage, wie groß die konzeptionelle Kraft ist, die von den Kirchen für die Gestaltung des Wohlfahrtsstaates nach wie vor ausgeht.

Die Leitung des Forschungsprojektes lag bei Prof. Dr. Wolfgang Schroeder, Professor an der Universität Kassel und Staatssekretär a.D. Als Praxisexperte stand Dr. Stefan Vesper, Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), dem Forschungsprojekt beratend zur Seite.

Die Abschlusspublikation können Sie beim Springer VS Verlag bestellen.
Prof. Dr. Caja Thimm (l.) und Prof. Dr. Christoph Bieber (r.)
Die Forschungsgruppe "Erregungskampagnen in Politik und Wirtschaft digitale Öffentlichkeit zwischen Candy- und Shitstorms" hat sowohl die Dynamik von Erregungskampagnen nachgezeichnet, als auch eine praxisrelevante Umsetzung erarbeitet, wie sich solche Prozesse erkennen, beeinflussen und unter Umständen sogar positiv nutzen lassen.

Die Schwerpunkte der Untersuchung wurden auf die beiden Projektleiter verteilt, so beschäftigte sich der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Christoph Bieber, Universität Duisburg-Essen, schwerpunktmäßig mit dem politischen Umfeld, die Medienwissenschaftlerin Prof. Dr. Caja Thimm, Universität Bonn, mit dem Unternehmensumfeld. Als Projektpartner konnten Monika Piel, ehemalige Intendantin des WDR, und Prof. Dr. Jürgen Kluge, Unternehmensberater, Director emeritus McKinsey & Company sowie Aufsichtsratsvorsitzender Schmitz Cargobull AG, interessante Einblick aus der medialen und wirtschaftlichen Praxis liefern.

Die Abschlusspublikation zum Forschungsprojekt finden Sie hier.
Prof. Dr. Marianne Kneuer (l.) und Dr. Saskia Richter (r.)
Ausgangspunkt des Projekts "Globale Krisen, nationale Proteste: Empörungsbewegungen nach dem Zusammenbruch der Finanzmärkte und die Rolle des Internets" war, dass sich Empörung nach ökonomischen Brüchen in sozialen Bewegungen ausdrückt. Anlass und Auslöser von Krise und Empörung war der Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers, die Immobilienkrisen sowie die im Zuge dessen steigende Überschuldung einzelner Staaten. Als Reaktion auf diese Krisen entstanden Bewegungen, die den Anschein eines globalen Phänomens transnationalen Protests erweckten. Das Forschungsprojekt hat eine Brücke zwischen wissenschaftlicher Betrachtung von Empörungsbewegungen und deren Auswirkung in der Praxis unter besonderer Berücksichtigung der Rolle des Internets untersucht.

Prof. Dr. Marianne Kneuer und Dr. Saskia Richter, Politikwissenschaftlerinnen an der Universität Hildesheim, übernahmen die Leitung des Forschungsprojekts. Andreas Krautscheid, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes deutscher Banken e. V, Lars Klingbeil, Netzpolitischer Sprecher der SPD, sowie Stephan Lindner, Attac, haben das Projekt mit ihrer Expertise bereichert.

Die Abschlusspublikation zum Forschungsprojekt finden Sie hier.
Prof. Dr. Jerzy Maćków
Das Forschungsprojekt "Vaterland Europa? Europäische Identität in der Zeit der Euro-Verschuldungskrise" hat die Problematik der europäischen Identität behandelt. Dazu wurden Gemeinsamkeiten und Unterschiede der europäischen Geschichte, Kultur und Politik systematisch untersucht. In einem zweiten Schritt wurde analysiert, auf welchen politischen Feldern die europäische Identität geprägt werden kann.

Das Forschungsprojekt wurde geleitet von Prof. Dr. Jerzy Maćków, Universität Regensburg. Dr. Willi Steul, Intendant des Deutschlandradios, und Dr. Manfred Sapper, Chefredakteur der wissenschaftlichen Zeitschrift "Osteuropa", haben das Projekt als Praxisexperten begleitet.

Dr. Tobias Dürr (l.) und Prof. Dr. Wolfgang Schroeder (r.)
Der moderne Sozialstaat wird heute mehr denn je gebraucht, um erfolgreich auf tiefgreifende sozio-ökonomische Strukturveränderungen auf den Arbeitsmärkten, in den Familien und zwischen den Geschlechtern zu reagieren. Vor allem das Altern unserer Gesellschaft bringt komplexe Herausforderungen mit sich, die mit steigenden Kosten bei Rente, Gesundheit und Pflege einhergehen. Übergeordnet spielen Fragen der Chancengleichheit, der sozialen Teilhabe und der – moralischen wie ökonomischen – Kosten gesellschaftlicher Spaltung eine immer wichtigere Rolle. Auch werden die Folgekosten der auf nachsorgende Absicherung abzielenden Politik in den kommenden Jahren weiter stark ansteigen und damit den Handlungsdruck kontinuierlich erhöhen.

Gefragt ist vor diesem Hintergrund ein erneuertes Sozialstaatsmodell, das die veränderten Lebenslagen der Menschen stärker individuell berücksichtigt, breit gestreute gesellschaftliche und ökonomische Teilhabe ermöglicht und dabei sinnvolle und nachhaltige Finanzierbarkeit verspricht. Angesichts eines limitierten finanziellen Spielraums müssen neue Wege gefunden werden, unter aktiver Einbeziehung der vorhandenen sozialstaatlichen Akteure und ohne erheblichen finanziellen Mehraufwand wirksame Handlungsstrategien anzustoßen.

Hier setzte das gemeinsam von der Bonner Akademie für Forschung und Lehre praktischer Politik sowie dem Progressivem Zentrum im Januar 2013 gestartete Projekt „Die Zukunft des Sozialstaats: Chancen, Barrieren und Perspektiven neuer Formen der Kooperation“ unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Schroeder, bis Anfang 2014 Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie des Landes Brandenburg, und Dr. Tobias Dürr, Vorsitzender des Progressiven Zentrums, an.

Die Abschlusspublikation zum Forschungsprojekt finden Sie hier.
Prof. Dr. Volker Kronenberg (l.) und Prof. Dr. Hans Jörg Hennecke (r.)
Im Fokus der Forschungsgruppe „Großprojekte in Politik und Wirtschaft als unternehmerische und politische Herausforderung“ stand seit Dezember 2012 die Plausibilisierung und die Durchsetzung von politischen und unternehmerischen Entscheidungen bei Großprojekten. In die Untersuchung floss ebenfalls der Aspekt der Partizipation von gesellschaftlichen Interessensgruppen zur qualitativen Verbesserung und Akzeptanz der Projekte mit ein.

Die Leitung der Forschungsgruppe hatten Prof. Dr. Hans Jörg Hennecke, Universität Rostock, und Prof. Dr. Volker Kronenberg, Universität Bonn, übernommen. Namhafte Unterstützung erhielt das Forschungsprojekt durch die Co-Projektleiter Michael Vassiliadis, Vorsitzender der Gewerkschaft IG BCE, und Dr. Jürgen Großmann, Alleingesellschafter Georgsmarienhütte Holding GmbH/Vorsitzender des Kuratoriums der RAG-Stiftung.

Die Abschlusspublikationen zum Forschungsprojekt finden Sie hier.
 
Prof. Dr. Caja Thimm
Die Forschungsgruppe „China im Spiegel der deutschen Gesellschaft: Images, Einstellungen und Erwartungen in Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Kultur“ beschäftigte sich im Jahr 2013 mit den Bildern und Stereotypen über China, die in der deutschen Öffentlichkeit verbreitet werden. Die Berichterstattung über das Land und die darin transportierten Bilder sind in der Vergangenheit wiederholt Anlass zu Spannungen und Missverständnissen zwischen Deutschland und China geworden.

Den Vorsitz der Forschungsgruppe hatte Prof. Dr. Caja Thimm, Medienwissenschaftlerin an der Universität Bonn, inne. Sie koordinierte die Forschungsarbeit in enger Abstimmung mit den Praxis-Experten Philipp Mißfelder, Bundesvorsitzender der JU, Präsidiumsmitglied der CDU und außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, und Hans-Ulrich Klose, Stellv. Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses für die SPD im Bundestag.

Die Abschlusspublikation zum Forschungsprojekt finden Sie hier.
 
Prof. Dr. Frank Decker
Mit der Frage einer Demokratiereform beschäftigte sich seit Mai 2012 eine Forschungsgruppe der Bonner Akademie unter Leitung von Prof. Dr. Frank Decker.

Unterstützt wurde das Projekt von Dr.-Ing. e.h. Wolfgang Clement, Bundesminister und Ministerpräsident a.D. Einen Zwischenbericht hat die Forschungsgruppe Ende 2012 vorgelegt, Anfang 2014 fand die Abschlussveranstaltung statt.

Die Abschlusspublikation zum Forschungsprojekt finden Sie hier.
Prof. Dr. Caja Thimm
Mit dem Stellenwert der Social Media, insbesondere der Online-Foren Facebook und Twitter in den neuen Bürgerbewegungen im arabischen Raum, Deutschland und China hat sich bis Dezember 2012 die Forschungsgruppe "Digitale Citoyens - Politische Partizipation in Zeiten von Social Media. Fallanalysen zur politischen Beteiligung in Ägypten, Deutschland und China" der Bonner Akademie beschäftigt.

Den Vorsitz der Forschungsgruppe hatte Prof. Dr. Caja Thimm, Medienwissenschaftlerin an der Universität Bonn.

Das mehrköpfige Forschungsteam ist in den vergangenen Monaten der Frage nachgehen, welche Muster sich bei Facebook und Twitter für die Beteiligung an Protestinitiativen finden lassen.

Unterstützt wurde das Forschungsteam von Martin Stadelmaier, Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz.

Die Abschlusspublikation zum Forschungsprojekt finden Sie hier.